Württemberg-Tour 2010

Mittwoch 21. Juli 2010 von Christina

Morgens um halb 9 ging es mit Dana, Ariane und meinen Eltern los zur Württemberg-Tour. Es standen 4 Etappen über jeweils 40km mit den Frauen zusammen an, jedoch gab es getrennte Wertungen. Ich freute mich sehr auf die Renntage und hatte mir einiges vorgenommen. Drei der Etappen kannte ich ja auch schon aus dem Vorjahr. Ein besonderes Augenmerk legte ich auf die letzte Etappe in Plattenhardt, da dort ein Berg in der Strecke war; die anderen Etappen waren flach –  da hieß es für mich vor allem im Feld bleiben und keine Zeit in der Gesamtwertung auf die vorderen Juniorinnen zu verlieren.

Also Donnerstag um Punkt 18 Uhr ging es auf die ersten 40 Rennkilometer dieser Tour. Auf dieser Strecke waren es auch 40 zu fahrende Runden. Bei jeder Etappe wurden 3 Sprintwertungen, sowie  viele Prämien ausgefahren, wodurch das Rennen natürlich schnell wurde. Ich konnte dem Tempo aber gut folgen und so erreichte ich das Ziel mit einer Fahrzeit von 59 Minuten, also einem guten 40er Schnitt, auf dem 5. Platz, womit ich schon sehr zufrieden war.

Freitagmorgens ließen wir es recht ruhig angehen, da die Etappe wieder erst um 18 Uhr gestartet wurde. Erstmal hieß es ausschlafen, dann essen und danach noch etwas von der Tour gucken bis wir gegen 16 Uhr den Weg zur 2. Etappe auf uns nahmen. Hochmotiviert standen wir am Start und stellten uns wieder auf ein sehr schnelles Rennen ein. Den rechteckigen Kurs mussten wir hier 32 Mal bestreiten. Von Anfang an wurde wieder ein hohes Tempo gefahren, da bereits in der 2. Runde die erste Sprintwertung ausgefahren wurde. Ich konnte mich immer besser im Feld bewegen und es lief trotz der extrem heißen Temperaturen von 35 Grad gut für mich. Das Feld wurde auf den letzten Runden natürlich schon unruhiger, so ging es dann in den Endsprint. Leider hatte ich mir wohl die falsche Seite für den Sprint ausgesucht. Vor mir stürzten etwa 100 Meter vor dem Ziel zwei Frauenfahrerinnen – da hieß es dann für mich nur noch: versuchen noch zum stehen zu kommen, da ausweichen nicht mehr ging oder selbst mit zu stürzten. So zog ich die Bremsen bis zum Anschlag an und kam wenige Zentimeter vor den beiden Rädern zum stehen, zum Glück! Da hat alles nochmal gut gegangen, ich wurde jedoch dann mit 11 Sekunden Rückstand auf die Führenden gewertet. Für den 5. Platz in der Tageswertung reichte das jedoch trotzdem noch. Als ich mir nach dem Rennen dann meinen hinteren Reifen anschaute, sah ich, dass der komplett durch gebremst war, also hieß es für den nächsten Tag diesen noch zu wechseln.

Die 3. Etappe startete bereits um 13:30 Uhr. Wieder eine komplett flache Runde, die mir nicht so gefiel. Was mich sehr freute, war, dass Mani extra gekommen ist, um Bilder zu machen. Leider sah er wohl meine schlechteste der vier Etappen. Schade. Ich blieb zwar bis zum Ende im Feld, bekam also die selbe Zeit, wie die führenden Juniorinnen, was mich für die letzte Etappe sehr positiv stimmte, jedoch fühlte ich mich im Feld nicht so sicher, wie die zwei Tage zuvor, was natürlich sehr schade war. Ich denke, das hing mit dem Sturz des Vortages zusammen, was mich eventuell im Kopf etwas bremste. Ich erreichte das Ziel auf dem 6. Platz, was immer noch den 5. Platz in der Gesamtwertung bedeutete.

Viel besser lief es dann auf der letzten Etappe, für die ich mir viel vorgenommen hatte. Ich kannte die 2 Kilometer lange Runde ja bereits aus dem Vorjahr und wusste, dass dort wohl große Zeitabstände entstehen würden und die Gesamtwertung noch nicht verloren war. 20 Runden mit einem heftigen Berg zum Ziel hin waren zu bestreiten, der einigen Fahrerinnen die letzten Kräfte raubte. Ich startete mit 36 Sekunden auf Platz 1 in der Gesamtwertung in das Rennen, hielt mich von Anfang an vorne auf, um alles mitbekommen zu können und es einfacher zu haben. Jede Runde wurde die Gruppe viel kleiner. Das motivierte mich natürlich noch mehr. Als nach einigen Runden nur noch eine andere Juniorin, Lisa Schönegg (bisher 3. der Gesamtwertung) mit mir in der Spitzengruppe mit 7 Frauen war, wusste ich, dass es gut für mich aussah. Also musste ich kämpfen, obwohl die Beine extrem brannten und ich mir jede Runde dachte: „ Komm eine Runde mit der Gruppe schaffst du noch!“ Dies fiel mir dann leichter, als wir die bis dahin führenden Juniorinnen zum ersten Mal überrundeten, denn dann wusste ich, dass ich die 36 Sek. von vorher auf jeden Fall aufgeholt hatte. Das Ziel erreichte ich auf dem 2. Platz hinter Lisa Schönegg, die den Sieg aber auch verdient hatte und sicherte mir so auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung der diesjährigen Württemberg-Tour.

Insgesamt hat es mir super viel Spaß gemacht und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Hier geht es zu den Fotos vom 3. und 4. Tag …

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 21. Juli 2010 um 20:35 und abgelegt unter Fotogalerien, Rennberichte. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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